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Ein Etappenziel erreicht, das nächste im Blick: Auf der Fachtagung „Die individuelle Förderung in Nordrhein-Westfalen weiterentwickeln“ wurden am 13.07.2011 in der Stadthalle Neuss 88 Schulen mit dem „Gütesiegel Individuelle Förderung“ ausgezeichnet. Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Heute verleihen wir letztmalig das Gütesiegel an Schulen, die das Konzept der ‚Individuellen Förderung’ in unterschiedlicher Weise erfolgreich in ihren Schulalltag integriert haben – letztmalig, weil wir nun einen ausreichend großen Fundus an Gütesiegelschulen haben, um den nächsten Schritt zur Weiterentwicklung der individuellen Förderung an Schulen gehen zu können. Ziel ist die systematische Unterrichts- und Schulqualitätsentwicklung an allen Schulen.“
Insgesamt gibt es nach diesen 88 Auszeichnungen in ganz Nordrhein-Westfalen und über alle Schulformen verteilt 439 Schulen, die das Gütesiegel erhalten haben. Damit ist eine qualitativ hochwertige Ausgangsbasis geschaffen, um das Konzept der individuellen Förderung noch stärker in der Schulpraxis zu verankern. „Wir möchten die individuelle Förderung schrittweise in das Zentrum der schulischen Arbeit aller Schulen Nordrhein-Westfalens rücken. Und jetzt haben wir die nötigen Voraussetzungen geschaffen, um in die nächste Phase eintreten zu können: die Bildung eines umfassenden Netzwerks zur individuellen Förderung. Den Gütesiegelschulen kommt hier aufgrund ihrer Erfahrung eine Schlüsselrolle zu“, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann.
Für die Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler ist es notwendig, frühzeitg ihre besonderen Potenziale zu erkennen und ihnen über eine individualisierende Gestaltung des Unterrichts, über herausfordernde und vertiefende Lernangebote bzw. die Möglichkeiten der Verkürzung von Lernzeiten, z. B. durch das Überspringen von Klassenstufen gerecht zu werden. Um Schulen in der Wahrnehmung dieser Aufgaben zu unterstützen hat es sich bewährt, wurde mit Hilfe der Karg-Stiftung das „Netzwerk Hochbegabtenförderung NRW“ ins Leben gerufen. In dem Netzwerk arbeiten zunächst zehn Schulen in NRW in einer systematisch begleiteten Kooperation.
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Um Spaß am Lesen haben zu können, müssen Schülerinnen und Schüler zunächst Techniken erlernen. Leseförderung ist daher eine wichtige schulische Aufgabe - nicht nur der Lehrerinnen und Lehrer im Fach Deutsch. Leseförderung ist dauerhaft eine Aufgabe der Unterrichts- und Schulentwicklung. Im Rahmen des KMK-Projekts „ProLesen" haben Schulen und Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen mit wissenschaftlicher Unterstützung des Schreib-Lese-Zentrums des Germanistischen Instituts an der Universität Münster ihre schulischen Materialien zur Leseförderung gesichtet, weiterentwickelt und systematisiert.