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Aus den Regionen

Netzwerk Hochbegabtenförderung in NRW

Regionale Auftaktveranstaltungen zur Ausweitung des Netzwerkes:

20.04.2012 - BR Düsseldorf
24.05.2012 - BR Detmold
11.06.2012 - BR Arnsberg
14.06.2012 - BR Münster
24.06.2012 - BR Köln

 

Landesweite Fortbildung zum Thema "Umgang mit Underachievement"

7. September 2012, 10 – 17 Uhr in Soest

Die Ergebnisse der Tagung finden Sie hier!

 

Ein wesentliches Ziel der Landesregierung ist es, ein sozial gerechtes und leistungsförderndes Schulsystem zu gestalten, das alle Talente nutzt, Verschiedenheit schätzt und kein Kind zurücklässt. Das bedeutet auch, das Schülerinnen und Schüler individuelle Förderung erhalten, die ihren Potenzialen gerecht wird und sie zu einem best möglichen Abschluss führt.

Für die Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, frühzeitg ihre besonderen Potenziale zu erkennen und ihnen über eine individualisierende Gestaltung des Unterrichts, über herausfordernde und vertiefende Lernangebote bzw. die Möglichkeiten der Verkürzung von Lernzeiten, z. B. durch das Überspringen von Klassenstufen gerecht zu werden.

Um Schulen in der Wahrnehmung dieser Aufgaben zu unterstützen hat es sich bewährt, ihre Zusammenarbeit im Rahmen fachlicher und regionaler Netzwerke zu fördern und wirksam zu unterstützen. Im Rahmen schulischer Netzwerke finden Schulen nicht nur eine Plattform für den fachlichen Austausch, sondern haben auch die Möglichkeit, gemeinsam Materialien und Konzepte zu entwickeln.

Mit Hilfe der Unterstützung der Karg-Stiftung wurde so das „Netzwerk Hochbegabtenförderung NRW“ ins Leben gerufen, in dem sich zunächst 10 Schulen in NRW in eine systematisch begleitete Kooperation begeben. Die Zahl der Schulen soll im Rahmen der Weiterentwicklung des Projekts schrittweise ausgeweitet werden.

 



Die Aufgabenstellung macht’s – das Lernprodukt bringt’s

Vortrag von Prof. Josef Leisen am 18. Juli 2011, Carl-Fuhlrott-Gymnasium Wuppertal

In seinem Vortrag „Die Aufgabenstellung macht’s – das Lernprodukt bringt’s“ präsentierte Prof. Leisen am 18.07.2011 in Wuppertal ein von ihm entwickeltes Lehr-Lern-Prozessmodell.
Prof. Leisen ist zurzeit am Studienseminar für das Lehramt am Gymnasium in Koblenz und an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz im Bereich Fachdidaktik Physik tätig.

In seinem Vortrag legt er die Verknüpfung der Lernschritte, der Steuerungsschritte und des Lernproduktes im kompetenzorientierten Unterricht dar.

Sein Modell trennt  zwischen Lehr- und Lernprozess, berücksichtigt aber auch, dass beide in ständiger Wechselwirkung zueinander stehen. Es teilt den Lernprozess in 6 Lernschritte:

  1. Lernschritt: Im Lernkontext ankommen/ Problemstellung entdecken
  2. Lernschritt: Vorstellungen entwickeln
  3. Lernschritt: Lernprodukt erstellen, Lernmaterial bearbeiten und Informationen auswerten
  4. Lernschritt: Lernprodukt diskutieren
  5. Lernschritt: Lernzugewinn definieren
  6. Lernschritt: Vernetzen und transferieren (zitiert!!!)


Der Auftrag der Lehrkraft  ist die Steuerung des Lernprozesses, den Leisen in 4 Steuerungsschritte (Lehrprozesse) unterteilt. Sie stellt Aufgaben und Lernmaterial bereit, moderiert die Lernprozesse, diagnostiziert diese und gibt den Lernenden eine Rückmeldung.

Die Kompetenzorientierung muss nach Leisen in der Aufgabenstellung angelegt sein.
Darunter versteht er den Bezug zur Lerngruppe, die Berücksichtigung passender Lernstrategien, die Auswertbarkeit des Lernproduktes, eine Individualisierung und die besondere Berücksichtigung von Sprachförderung.

Das Lernprodukt ist laut Leisen das „zentrale Element“ des kompetenzorientierten Unterrichts. Es gibt Rückmeldung über die aktuelle Lernleistung der Lernenden und bezieht sich auf den aktuellen Entwicklungsstand.

Weitere Informationen unter: www.aufgabenkultur.de

 

Landesweite Fachtagung "Diagnostik in der Hochbegabtenförderung" am 25.11.2011 im MSW Standort Soest

"Diagnostik von Hochbegabungen" heißt auf Wunsch der am Netzwerk Hochbegabtenförderung NRW beteiligten und interessierten Schulen das Thema der landesweiten Fachtagung, die am 25.11.2011 in Soest stattfindet. Das reichhaltige Programm wird eröffnet durch einen dialogischen Vortrag, in dem Professor Dr. Christian Fischer, Münster, und Prof. Dr. Jörn Sparfeldt, Trier, testdiagnostische und schulpädagogische Fragen der Diagnostik von Hochbegabungen darlegen und in ihrer Bedeutung für die Schulpraxis diskutieren. Dies wird in einem anschließenden Fachgespräch mit weiteren Experten der Universität Nijmegen bzw. des CCB Düsseldorf vertieft. Am Nachmittag werden in neun verschiedenen Workshops erprobte und auch neue diagnostische Ansätze aus der Schulpraxis präsentiert. Für diese Arbeitsphase ist so viel Zeit eingeplant, dass eine intensive Auseinandersetzung mit den vorgestellten Modellen möglich ist. Eine Übersicht über das Programm und eine genauere Beschreibung der Workshops findet sich auf "www.partner-fuer-schule.nrw.de/diagnostik-soest.php" Dort können Sie sich auch anmelden.

Die Ergebnisse der Workshops finden Sie hier:

Workshop 1: Ulf Cronenberg, "eVOKATIOn", Einblick in das Diagnostik-Modul und Erläuterungen zum Qualifizierungskonzept Evokation

Workshop 2: Dr. Robin Pflüger, "Besondere Begabungen im Schulalltag erkennen", Verfahren/Prinzipien/Einsatzmöglichkeiten des BeobachtungsBasierten Verfahrens (BeBa)

Workshop 3: Ulrike Kemper, "Marie, Alberto, Pablo", Begabungen im Unterricht der Primarstufe erkennen und fördern anhand von Filmausschnitten

Workshop 4: Dr. Gudrun Schulz-Wensky, Diagnostik für ein "Entwicklungsorientiertes Selbstmanagement (EOS)"

Workshop 5: Silvia Greiten, Qualitative Entwicklungsdiagnostik, Verfahren zur Einzelfall-orientierten Beratung/Förderung

Workshop 6: Dr. Margret Helfen, Vom Umgang mit Underachievern: Hintergründe, Diagnose- und Handlungsmöglichkeiten

Workshop 7: Beate Möller, Merkmale von Hochbegabung, eine Einführung mit anschließender Arbeit an Fallbeispielen

Workshop 8: Lisa Beckmann, Beatrice Beck, Diagnostik in der Einzelfallberatung

Workshop 9: Dr. Willy Peters, Hochbegabte Minderleister rechtzeitig erkennen und fördern

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